Die Bauwirtschaft stützt die Konjunktur auch 2022 nachhaltig. Mehr Beschäftigte & mehr Umsatz das bringt den Aufschwung!

By in
925
Die Bauwirtschaft stützt die Konjunktur auch 2022 nachhaltig. Mehr Beschäftigte & mehr Umsatz das bringt den Aufschwung!

Die beiden Spitzenverbände der Bauwirtschaft, der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (DB, VfB, PDS, NDR, HD, DC, CDs), ziehen eine positive Bilanz der vergangenen zwei Jahre. für das Jahr 2022 wird ein Umsatz von 320 Milliarden Euro sowie eine Beschäftigung von rund 1,8 Millionen erwartet. Damit würde die Bauwirtschaft ihre positive Entwicklung fortsetzen und den Konjunkturaufschwung unterstützen.

Die Präsidenten der beiden größten deutschen Bauverbände haben auf der Jahrespressekonferenz einen kurzen Rückblick auf das vergangene Jahr gegeben. Besonders positiv wurde hervorgehoben, dass die Bauwirtschaft weiterhin eine starke Konjunktur hat und viele neue Arbeitsplätze geschaffen wurden. für das kommende Jahr wird ein weiteres Wachstum erwartet. Allerdings sei auch das Risiko von Engpässen,

Die digitale Pressekonferenz war ein großer Erfolg. Sie bot allen Teilnehmern die Möglichkeit, sich direkt mit den Vertretern der Unternehmen auszutauschen. die Fragen der Journalisten wurden schnell und kompetent beantwortet. die Konferenz war sehr gut organisiert.

Die Quintessenz: die Bauwirtschaft rechnet für den Umsatz im Bauhauptgewerbe mit einem Plus von 2,5 Prozent. Das geht aus einer aktuellen Prognose des ifo-Instituts hervor. Demnach sollen die Umsätze von Januar bis September 2017 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 2,5 Prozent steigen. Besonders die Wohnungsbauunternehmen erwarten ein deutliches Umsatzplus.

Die hohen Auftragsbestände lassen Raum für eine Umsatzsteigerung auf 151 Milliarden Euro in 2022, was einer Steigerung von +5,5 Prozent entspricht. die Investitionen sollen von 143,5 Milliarden Euro in 2021 auf 151 Milliarden Euro in 2022 ansteigen. Das entspricht einer Steigerung von +5,5 Prozent.

Reinhard Quast, Präsident des DB, VfB, PDS, NDR, HD, DC, CDs: Der Wohnungsbau bleibt auch in den ‘Corona-Jahren’ Stützpfeiler der Baukonjunktur. die Bauwirtschaft steht vor großen Herausforderungen, aber der Wohnungsbau wird auch in den kommenden Jahren ein wichtiger Faktor für die Konjunktur sein. Vor allem in den Ballungszentren wird es immer mehr eng auf dem Wohnungsmarkt, und die Nachfrage nach Wohnungen steigt weiterhin.

Die Auftragsbestände lagen Ende September 2021 bei fast 13 Milliarden Euro, eine Steigerung zum Vorjahreswert um fast 20 Prozent.

Die Nachfrage nach Wohnraum steigt weiter an. Bis September wurden gut 282.000 Wohnungen genehmigt, etwa fünf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Die Verbände gehen davon aus, dass der Umsatz im Wohnungsbau im Jahr 2021 etwa 55,4 Milliarden Euro erreichen wird. dies entspricht einer Steigerung von nominal zwei Prozent gegenüber 2020.

für 2022 rechnen sie mit einem weiteren Wachstum auf 59,3 Milliarden Euro, eine Steigerung um nominal sieben Prozent. Das entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von vier Prozent. Damit würde Deutschland nach den USA und China die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt sein.

Die Zielvorgabe ist ambitioniert, bedeutet sie doch eine schlagartige Erhöhung der jährlichen Baufertigstellungen um etwa 30 Prozent, so Quast.

Der Präsident des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie, Peter Hübner, erklärt dazu: Es muss daher klar sein, dass neben zusätzlichen, personellen Kapazitäten auch neue, etablierte Konzepte und Methoden zum Einsatz kommen, um die Baustelle in Deutschland wieder flott zu kriegen. die Politik muss hier klar Farbe bekennen und die Bauwirtschaft entlasten.

Hübner geht davon aus, dass viele Bauherren von den geplanten Maßnahmen der Bundesregierung betroffen sein werden, da die KfW-55 Förderung wegfällt. die in Planung befindlichen Projekte hätten mit dieser Förderung gerechnet und nun müssten die Bauherren selbst die Mehrkosten tragen.

auch der von der Politik angestrebte KfW-40 Standard könne noch nicht der Normalfall im Mietwohnungsbau werden. die Gründe hierfür seien vielfältig. Zum einen gebe es noch nicht genügend Erfahrungswerte mit diesem Standard, zum anderen seien die Baukosten in den letzten Jahren deutlich gestiegen.

die Nachfrage im Wirtschaftsbau war 2021 ausgesprochen volatil und bleibt mit Blick auf die Frühindikatoren Baugenehmigungen und Auftragseingänge ambivalent. die Baugenehmigungen zeigen zwar einen leichten Anstieg, allerdings ist die Zahl der vergebenen Aufträge im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. die Unternehmen zeigen sich bei ihren Investitionsplänen zurückhaltend

Wir haben zwar von Januar bis September einen starken Zugang an Ordern (+13 Prozent) vor allen Dingen im Hochbau gesehen (+18 Prozent), aber die Baugenehmigungen zeigen je nach Gebäudetyp ein sehr differenziertes Bild. Während die Zahl der Wohngebäude um fast ein Viertel zugenommen hat, ist die Zahl der Gewerbebauten nahezu unverändert geblieben.

die Bauwirtschaft ist vielfältig, innovativ und schafft Generationen überdauernde Projekte. diese Faszination des Bauens zu vermitteln, ist eine gemeinsame große Zukunftsaufgabe, um im Kampf um Fachkräfte zu bestehen. die Branche muss zeigen, dass sie eine moderne und kreative Industrie ist, die zukunftsorientiert arbeitet. Nur so kann sie langfristig überleben.

54321
(0 votes. Average 0 of 5)
Leave a reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.